Was mit am Herzen liegt, Gewinnspiel, #HerzensTage

on Sonntag, 28 Juni 2015. Posted in Blog



Anlässlich der #HerzensTage habe ich mir Gedanken gemacht, was mir am Herzen liegt. Im Alltag nimmt man sich leider viel zu wenig Zeit für einen Schritt zurück, um das zu schätzen, was man hat. Oder wann habt ihr das letzte Mal überlegt, was ihr schon erreicht habt? Und dabei muss es sich nicht um ein großes Ziel handeln. Jede Zwischenstation ist ein Erfolg.

 

 

Was mir wichtig ist? Natürlich meine Familie. Die steht über allem. Doch sie hat nichts auf dieser Bühne zu suchen.

Meine Heimat hat ebenfalls einen hohen Stellenwert. Ich wüsste nicht, wie ich ohne die Ruhe und den Frieden hier kreativ sein könnte. Darum habe ich ein eigenes Video erstellt, in dem ich euch meine Heimat kurz zeige.

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Und nun kommen wir zu etwas Großem, das mir am Herzen liegt. Jeder, der mich kennt, weiß, worum es sich handelt: das Schreiben. Ich habe es einmal folgendermaßen formuliert:

„Wie soll ich jemandem, der noch nie geschrieben hat, erklären, wieviel mir das Erschaffen von und das Befassen mit Geschichten bedeutet?
Es ist soviel mehr als ein Hobby, als ein Beruf. Das Wort Berufung beschreibt es nicht annähernd.

Die Kreativität ist ein FEUER in mir.

Dieses Feuer brennt unablässig in mir. Wenn ich nicht schreiben würde, dann würde das Feuer Überhand nehmen. Es würde zu einem Flächenbrand werden, außer Kontrolle geraten. Es würde mein Innerstes verbrennen und mich vernichten.
Aber wenn ich schreibe, dann bleibt das Feuer klein, es wärmt mich, es gibt mir Kraft. Ich kann es klein und kontrolliert halten. Dank dieses Feuers kann ich bewältigen, was mir zu schaffen macht. Und manchmal, ganz selten, kann ich durch meine Worte auch ein Wunder bewirken. Dann wird aus den Flammen eine Feuershow, ein Feuerwerk. Meine Leser spüren unter Umständen das gleiche Feuer. Vielleicht kann ich damit meine Leser erreichen und kann sie berühren, zum Staunen, zum Lachen, zum Weinen bringen.“

Wie wichtig mir das Schreiben ist? Eine Schreibblockade resultiert manchmal aus einer Situation, in der es mir nicht gut geht, in der mich andere Dinge beschäftigen, in der ich Probleme bewältigen muss. Diese Fantasiesperre kann ich nachvollziehen und dadurch damit umgehen. Ich kann nicht schreiben, weil aufwühlende Gedanken in meinem Kopf kreisen.

Viel schlimmer quält mich eine Blockade, die aus dem Nichts zu kommen scheint. Ich hätte etwas Zeit, genug Ideen, keine Ablenkungen, aber die Worte wollen nicht fließen. Diese Unfähigkeit, über Tage hinweg auf Knopfdruck kreativ zu sein, hat Auswirkungen auf mein Leben. Dann leide ich psychisch und körperlich. Als würde ich einen guten Freund vermissen. Diese Schreibblockade macht mich unglücklich. Ich fühle mich wie ein halber Mensch, weil ich nicht schreiben kann.

Ähnlich geht es auch anderen Autoren? Kennt ihr das Gefühl vielleicht von einem anderen Hobby, eurer persönlichen Berufung? Erzählt mir doch davon.

 

 

Ich habe in meinem Traumberuf inzwischen viel erreicht. Seit neun Jahren veröffentlichte Autorin, bald 16 Veröffentlichungen; jede Menge 5-Sterne- und 4-Sterne-Rezensionen; Leser, die ich mit meinen Büchern berühren durfte; treue Fans, die mein Schreibstil überzeugt hat; Menschen, die an mich glauben, die mich unterstützen; ein Netzwerk mit großartigen Autorinnen.

Ich habe das meiste ganz alleine geschafft. Schreiben ist tatsächlich mein Beruf. Das gelingt mir, obwohl ich nur arbeiten kann, wenn meine Kids in Kindergarten bzw. Schule sind. Durch Versuch und Irrtum habe ich mich durch diverse Schwierigkeiten bei meiner ersten Veröffentlichung gekämpft. Mit Schreibratgebern habe ich meine Schreibfähigkeiten verbessert. Werbemaßnahmen habe ich selbst mit meinem Heimdrucker, Schneidegerät und jeder Menge Geduld verwirklicht. Unzählige Seiten im Internet habe ich auf der Suche nach Informationen durchforstet. Ich weiß, was ich kann und wo meine Stärken liegen. Ständig lerne ich Neues dazu. Dass ich mir vieles selbst beigebracht habe, macht mich stolz.

Dennoch gibt es einige Menschen, die mich unterstützt haben. Meine Familie, die immer an mich geglaubt hat. Danke an dieser Stelle an meinen Mann, der mir die wichtigsten technischen Grundbegriffe beigebracht hat und Geduld mit meiner Autorenseele hat.

Inzwischen weiß ich, dass ich mit einem Netzwerk stärker bin als als Einzelkämpfer. Durch die Künstlergemeinschaft ART Schmidatal durfte ich meine ersten Lesungen halten. Obwohl ich mich beinahe nicht an eine Bewerbung getraut habe, bin ich heute unglaublich froh, diesen Schritt gegangen zu sein. Fritz Damköhler verdanke ich unglaublich viel. Ein Herz für meine Kollegen dort!

Bei diesem Rückblick will ich auch Günther Hörandl von GH-Webdesign nicht unerwähnt lassen. Er hat mir meine Homepage erstellt und ihr ein klares, strukturiertes Aussehen gegeben. Wenn ich an der Verwirklichung meiner Ideen auf der Homepage gescheitert bin, hat er mir immer rasch geholfen. Und auch jetzt noch kann ich mich jederzeit an ihn wenden. Danke für das tolle Aussehen meiner Homepage.

Ein weiterer wichtiger Schritt in meinem Autorendasein war die Beauftragung von Tom Jay als Covergestalter. Durch ihn weiß ich, welchen Unterschied ein professionelles Cover für den Leser macht. Ich bewundere seine Geduld und sein Einfühlungsvermögen, wenn ich ihn mit meinen sehr konkreten Vorstellungen an den Rand des Wahnsinn getrieben habe. Unsere Zusammenarbeit ist eine Bereicherung!

Ich habe weiter oben gemeint, dass ich mir das meiste selbst beigebracht habe. Doch so stimmt das nicht ganz. Durch die Textehexe Susanne Pavlovic sind meine letzten Bücher viel besser geworden. Dieser tollen Lektorin liegen die Romane ihrer Kunden am Herzen. Deshalb kann ich ihre notwendige Strenge auch verkraften. Wenn ich sie mit einer Stelle zum Lächeln bringen kann, freue ich mich umso mehr ;-). Ich danke dir für das, was du mir beigebracht hast.

Als nächstes will ich euch von meinen Mädels von der Romance Alliance erzählen. Die Entscheidung, letztes Jahr einige Autorenkolleginnen von Forever by Ullstein bei einem Werbeprojekt um Hilfe zu bitten, war die beste meines Lebens. Ihr seid mir alle unglaublich wichtig geworden. Als eure Gruppenmutti durfte ich bereits viel von euch lernen. Denn gemeinsam sind wir unschlagbar. Die Gründung war ein großer Sprung für mich, der mich für mein geheimes Ziel üben lässt.

Ohne wen ich euch in meinen Romanen nicht mit unerwarteten Wendungen überraschen könnte? Ohne meine Testleser. Darunter gibt es einige besonders treue, die fast von Beginn an dabei waren, Leserinnen, denen ich vertraue und die gegebenenfalls schonungslos ehrlich mit mir sind, und es kommen immer wieder neue hinzu. Vielen Dank an Livi, Birgit, Gaby, Corinna, Ingrid und alle anderen, die mir und meinen Geschichten ihre Zeit opfern, um mir direktes Feedback zu geben. Euch widme ich ein eigenes Herz.

 

 

Und last but not least will ich noch die wichtigsten Personen überhaupt erwähnen: euch, meine Leser. Ja, genau. Dich, dich und dich! Ihr alle liegt mir am Herzen! Danke, dass ihr mich mit euren Kommentaren zum Lachen und zum Weinen bringt! Ich wünsche uns noch viele gemeinsame Jahre voller Fantasie! Bleibt mir gewogen.

 

Gewinnmöglichkeit: Schenkt ihr mir euer Herz in den Kommentaren? Oder beantwortet ihr eine meiner Fragen oben? Ich lose aus allen Kommentaren, die bis neute um 23.59 Uhr eintrudeln einen Gewinner aus, der sich aus meinen inzwischen 14 Werken eines im Wunschformat aussuchen kann. Viel Glück!!!
GEWINNSPIEL VERLÄNGERT: Bewerbt euch noch bis DIENSTAG MITTAG!

 

Und jetzt möchte ich euch noch auf den Spendenaufruf der Romance Alliance - Bücher mit Herz anlässlich der #HerzensTage aufmerksam machen. Wir Autorinnen haben EUR 300,- gesammelt, die wir der Kinderherzstiftung zukommen lassen wollen, wenn wir unter unseren entsprechenden Beitrag 20 Herzen von euch in den Kommentaren erhalten. Unterstützt unsere Aktion #PaperHearts, indem ihr selbst spendet oder euren Freunden von unserer Aktion erzählt. Unter allen Kommentaren losen wir einen Gewinner aus, der von uns Autorinnen selbst gestaltete Herzen samt einer kleinen Schoko zugeschickt bekommt. Teilnehmen lohnt sich also doppelt!

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Kommentare (3)

  • Inga
    Inga
    28 Juni 2015 at 12:30 |

    ????
    Liebe Bettina,
    ein halber Mensch sein. Damit hast du den Zustand des "nicht-Schreiben-Könnens" sehr gut getroffen. Manchmal realisieren wir dann noch nicht einmal sofort, was nun eigentlich das Problem ist. Ja hast halt wieder nichts geschrieben. Nur so einfach ist es nicht. Es fehlt zu viel, wenn wir nicht schreiben.
    Ich wünsche dir noch viel Spaß und Rückhalt in der Autorengruppe.

    liebe Grüße
    Inga
    ????

  • Sonjas  Bücherecke
    Sonjas Bücherecke
    28 Juni 2015 at 13:56 |

    Hallo Bettina,

    ich finde es toll, diesen Blog, den ihr ins Leben gerufen hat. Ich finde es schön, wenn man aus seiner Berufung oder seinem Hobby seinen Beruf machen kann. Leider hatte ich dazu nicht die Gelegenheit, dafür soll sich meine Tochter jetzt ihren Wunsch erfüllen und den Beruf ergreifen, den sie sich wünscht.

    Schönes Wochenende.
    LG Sonja

  • Margareta Gebhardt
    Margareta Gebhardt
    28 Juni 2015 at 19:43 |

    Hallo Bettina ,

    Ich finde sehr schön wenn man ein Traumberuf gefunden hat und das schreiben ist was man gern macht und die Familie auch
    noch dabei unterstüzt .

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